Es muss so
ungefähr Mitte des Jahres 2001 gewesen sein, als Karin und ich
(Alberto) uns entschlossen unsere Familie, welche damals erst aus uns
beiden bestand, durch ein weiteres Mitglied zu ergänzen. Ohne langes
Hin und Her, war für uns schnell klar, dass es sich dabei um einen Hund
handeln sollte. Was die Rasse anging, waren wir uns aber überhaupt
nicht einig; Karin tendierte zu einem Cotton de Tulear, ich hingegen
wollte wieder einen Deutschen Schäfer, durfte ich doch mit dieser Rasse
aufwachsen. Da war nun gegenseitige Überzeugungsarbeit angesagt... Als
keiner von uns sich mit des anderen Vorschlages einverstanden erklären
wollte, mussten wir - Gott sei dank - einen Kompromiss finden. Wir haben
unsere Fühler ausgestreckt und massenhaft "Recherchen"
angestellt. Es kam so manche Rasse zur Diskussion, mit welcher wir uns
schlussendlich aber doch nicht identifizieren konnten. Bis dann
meinerseits der Vorschlag "warum denn nicht ein BEAGLE?"
folgte. Es war das erste Mal, dass von Karins Seite kein Widerstand
folgte! Je mehr wir uns mit dieser Rasse auseinandersezten, desto klarer
wurde uns, dass wir die für uns richtige Rasse gefunden hatten. Heute
sind wir gar soweit, dass wir uns - getreu dem Motto "einmal Beagle
- immer Beagle" - überhaupt gar keine andere Rasse mehr vorstellen
können.
Da ich damals noch
mitten in einer Weiterbildung steckte und wir beide 100% arbeitstätig
waren, mussten wir uns allerdings mit der Anschaffung unseres neuen
Familienmitgliedes zunächst noch in Geduld üben. Da wir allerdings
wussten, dass die Wartezeit für einen Beagle aus der Schweiz bis zu
zwei Jahre dauern kann, habe wir es trotzdem als an der Zeit erachtet
uns auf die Suche nach einem guten Züchter zu machen. Wir hatten von
der Welpenvermittlung die eine oder andere Adresse bekommen, sind jedoch
gleich zu Beginn bei den Queenhunters hängen geblieben. Als wir gegen
Ende Jahr das erste Mal bei den Queenhunters zu Besuch waren, konnten
wir die wundervolle Erfahrung machen, dass ein Beagle in der Tat ein
einzigartiges Geschöpf mit "Fesselungsgarantie" ist. Wir
haben unser Interesse bei Marietta und Tom umgehend bekundet und uns auf
die Warteliste setzen lassen. Nun war Warten angesagt; für uns eine
schier niemals endende Zeit!
Anfang März 2002
erfuhren wir, dass Elba und Max einen erfolgreichen Deckakt
bewerkstelligt hatten. Das Warten ging somit zwar weiter, aber wir
konnten uns zumindest "konkreter" freuen. Am 08. Mai 2002
war es dann endlich soweit: Die kleine Enya wurde als zweiter von
insgesamt 5 kerngesunden Welpen (als einzige Hündin), mit einem Gewicht
von gerade Mal 340 Gramm geboren!
Nach knapp zwei
Wochen durften wir dann die Welpen das erste Mal besuchen. Da wir uns
von Beginn an eine Hündin gewünscht hatten, schien es naheliegend,
welcher der Welpen zu uns gehören würde. Es war Liebe auf den ersten
Blick! Unsererseits zumindest, da die Welpen die Augen noch nicht
geöffnet hatten. Wir haben uns damals für den Namen Enya entschieden,
was aus dem Keltischen stammt und so viel bedeutet wie: "Wasser des
Lebens / der Kern / Körper, Geist und Seele / oder kleines Feuer".
Die nächsten
Wochen - bis die Welpen 10 Wochen alt waren - durften wir unsere kleine
Enya jede Woche besuchen. Das war nicht nur für uns eine ganz besondere
Zeit, sondern vor allem für die Kleinen wichtig, damit sie von Anfang
an einen Bezug zu der "neuen Meute" aufbauen konnten.
Schliesslich ist es nach 10 Wochen auch nicht ganz so einfach von
Hundemama und -Papa, sowie all den andern Hundefamiliemitgliedern
Abschied nehmen zu müssen...
Gegen Ende Juli
war es dann endlich soweit, dass wir unser neues Familienmitglied nach
Hause und in unsere Familie aufnehmen konnten. Diesen Tag werden wir
wohl für die Ewigkeit in bester Erinnerung behalten!
Bei uns ist der Beagle
vollumfänglich in die Familie integriert. Wir haben weder einen
Zwinger, noch gibt es Räume, wo unser Beagle nicht sein darf. Da unser
Beagle - wie wohl die meisten anderen Beagles auch - nicht gerne alleine
ist, versuchen wir ihn sooft es geht und wo immer möglich mitzunehmen.
Bei Enyas treuseeligem Blick und ihrer feinen Art, hat das noch nie zu
einem Problem geführt...! Zudem liebt Enya jegliche Art von
Abwechslung. Sei es nun ein Ausflug in die Stadt, wo alles waaaahnsinnig
interessant duftet, im Wald, wo ab und zu mal ein Eichhörnchen
vorbeihuscht oder beispielsweise eine Schlittenfahrt, wo sie sich voll
und ganz austoben und eine bärenstarke Kondition aufbauen kann.